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Der unglaubliche Hulk


Die „Neuinterpretation“ verzichtet zu Glück darauf, Hulks Entstehung einfach aufs Neue zu erzählen, sondern setzt einzig die Ausgangprämisse, sprich Bruce Banners Verstrahlung und anschließende Wandlung zum Muskelprotz, voraus.

Nach seinem folgenschweren Strahlungsunfall ist Bruce Banner auf der Flucht. Das Militär unter Führung des skrupellosen General Ross will den Wissenschaftler als biologische Waffe einsetzen. Doch Banner will das Monster in ihm nicht benutzen – er will es loswerden. Als sich auch noch die abscheuliche Kreatur „Abomination“ an seine Fersen heftet, wird Bruce richtig wütend. Und das ist keine gute Idee…

Bruce Banner bettelt am Straßenrand, arbeitet in einer abgewrackten Lagerhalle und wohnt in der letzten Ecke einer typischen mexikanischen Favela – umgeben von Schmutz, Gewalt und Armut. Das soll ein Superheld sein? Ja, ist er. Der neue Ansatz der Marvel-Studios „tiefere Charaktere, gewohnt gute Action“ kommt auch in „Der unglaubliche Hulk“ voll zum Tragen, stellt den Menschen Banner in den Vordergrund und baut auf Emotionen.

Die Darsteller dürfen nun auch mal freche Oneliner von sich geben, in den besten – weil augenzwinkernden – Szenen, nimmt man sich hingegen herrlich selbst auf die Schippe oder streut witzige Anspielungen ein. Stan Lee bekommt den obligatorischen Überraschungs-Auftritt ebenso zugeschustert wie Bodybuilder-Legende Lou Ferrigno (spielte den TV-Hulk).
Zur urkomischen Nummernrevue verkommt der Unglaubliche dabei aber nie.

Im Kern geht es schließlich auch um weitaus handfesteres: Prügel – und zwar nicht zu knapp. Zwar kommt „Der unglaubliche Hulk“ gerade einmal auf drei große Krawallszenen, in deren Verlauf aber gerade Special-Effect-Junkies mit der Zunge schnalzen dürften. Es rummst gewaltig, wenn der große Grüne auf den Plan tritt. Und dabei sogar deutlich rabiater als noch im Vorgänger.

Gerade im brachialen Finale gegen Oberfiesling „Abomination“ wird es richtig gewalttätig: Da werden Köpfe mit aller Wucht in den Boden gerammt, Kehlen gewürgt, Knochen gebrochen, und selbst unschuldige Passanten kriegen gehörig ihr fett weg. Mit erheblichen Folgen für deutsche Kinobesucher: Für die FSK 12-Freigabe mussten die Prügeleien um gut zwei Minuten geschnitten werden.

Auch bei den Spezialeffekten wurde noch einmal nachgelegt: Die Animationen sind nun deutlich flüssiger, die Effekte runder. Ging der Hulk im ersten Teil dank klarer Konturen und knalliger Farben noch als eins zu eins Kopie aus den Comics durch, wirkt der Koloss nun wesentlich realistischer.

 

Bleibt zum Abschluss die Frage nach den schauspielerischen Leistungen. Edward Norton macht seinen Job als Bruce Banner durchweg perfekt, wirkt aber dennoch unterfordert (Ist halt ein zu großes Talent für eine Comicverfilmung). Der restliche Cast (allen voran Liv Tyler als Betty Ross) bleibt hier gegen den Haupcarakter blass. Gerade von Bösewicht Tim Roth wäre da mehr zu erwarten gewesen.

Action, Spannung, Humor und Charaktere. Die Nähe zum Serienoriginal aus den 80ern steht dem Hulk sichtlich gut, die Effekte wirken ausgereifter, das Timing passt. Auch wenn der Vorgänger sicher kein Totalausfall war, hat der grüne Wüterich nun endlich zu seiner wahren Form gefunden. Gut, dass es zweite Chancen gibt.

Und am Ende gibt es einen kleinen Überraschungsbesuch von Robert Downey Jr. Alias Iron Man

24.7.08 13:57
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


seelen.wunden / Website (24.7.08 16:43)
Ich bin kein Hulk-Fan, daher werd ich's mir wohl nicht anschauen. Aber danke für den Filmtip, den du uns zur Verfügung gestellt hast.

Hast du ihn selber schon gesehen, den Film?

Neee, kein Kätzchen ;-))


seelen.wunden / Website (25.7.08 09:26)
Naja, mit dem Auto sind es 45 Minuten, die dazwischen liegen. Geht also ganz gut ...

Die Auflösung steht schon da. Ein Kaninchen!


wortman / Website (5.8.08 08:07)
in den film wollte ich auch reingucken. der vorgänger war mir persönlich zu comic-kitschig.

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